MPC-Podcast und Vodcast #9 – mit Sven Wiesner

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Wasch mich, aber mach mich nicht nass – so gehen viele Unternehmen noch mit der Integration von technischen Innovationen um. Aber eine VR-Brille im Konfi macht eben noch keinen Innovationsraum. Sven Wiesner erzählt Andrea Montua im MPC-Podcast, wie er die Chancen und Risiken von KI und Co. einschätzt, wie er Unternehmen in neue Welten navigiert und warum schnelle Prototypen ein guter Weg zum neuen Produkt sind.Diese Fragen beantwortet der Podcast:

  • KI, VR und AR – welche Trends bieten Chancen in der Kommunikation?
  • Wie können Unternehmen sich zukünftigen Technologien nähern?
  • Lohnt es sich ein bisschen rumzuprobieren, statt voll einzusteigen?
  • Und was ist mit meinen Daten?

HIER geht’s zum Interview.

Miteinander reden statt Netz und doppeltem Boden

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Warum und wie Kommunikation uns Sicherheit gibt

Wir haben eine enge Beziehung zu unserem Job. Logisch eigentlich, schließlich will niemand mehr als zwei Drittel der Woche, des Monats, des Lebens (!) in einer schlechten Beziehung verbringen. Das bestätigt auch das Edelman Trust Barometer 2019, das von einer überraschend tiefen Beziehung zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber berichtet. Und wir sind durchaus bereit, viel für diese Beziehung zu geben – vor allem gute Arbeit und Engagement. Das Verhältnis zueinander ist dann auf dem Prüfstand, wenn große oder auch kontinuierliche Veränderungen anstehen. Dann brauchen wir Sicherheit, wollen verstehen und nachvollziehen können, was passiert und warum. Denn bei den meisten Menschen bewirken Veränderungen erst einmal Chaos im präfrontalen Kortex, also da, wo das Zentrum unserer Fähigkeiten liegt. Wir sind vor Angst gelähmt, flüchten oder greifen an.

Was hilft? Kommunikation. Sie ist die neue Sicherheit, gibt uns Stabilität in unruhigen Zeiten, in denen Struktur und Strategie volatile Zeitgenossen sind. Dann schlägt in Unternehmen die große Stunde der internen Kommunikation. Sie nimmt eine gewichtige Rolle ein, wenn Mitarbeitern Ängste genommen werden und Verbundenheit vermittelt werden muss. „Menschen haben ein tief angelegtes Grundbedürfnis nach Verbundenheit“, bestätigt der Hirnforscher und Neuropsychiater Dr. Volker Busch. Wenn das Gefühl, verbunden zu sein verloren geht, werden in unserem Gehirn die gleichen Zentren aktiv, die uns Schmerz empfinden lassen.

Neben der Verbundenheit sind auch Verständnis, Sinn und Gestaltungsmöglichkeiten essenzielle Bedingungen, die erfüllt sein müssen, wenn Mitarbeiter gesund und arbeitsglücklich sein sollen. Dann sind sie in der Lage, so kreativ und agil zu arbeiten, wie es notwendig ist. Sie können neue Fähigkeiten erlernen, neu denken und sind offen für sich ändernde Aufgaben.

Wie kann ich als interne Kommunikation die Führungskräfte im Unternehmen unterstützen?

  • Führungskräftekommunikation ist ein ganz entscheidender Hebel, um die Arbeitsbedingungen optimal auszugestalten. In der Praxis hakt es oft, denn jeder Mensch setzt die Vorgaben anders um: Die eine Führungskraft kommuniziert intensiv, offen und umfassend, die andere hält davon nicht viel und gibt nur die subjektiv wichtigen Infos weiter. Deshalb sind unterstützende Unterlagen, in denen Entscheidungen und Entwicklungen gut aufbereitet sind, so unschätzbar wichtig. Die interne Kommunikation kann und sollte der Ort sein, an dem diese erstellt werden.
  • Als Kolleginnen und Kollegen bekommen Sie viel mit. Das bietet die Chance, schwelende Themen aufzuschnappen oder gar Ängste zu antizipieren. In Abstimmung mit den Führungskräften können Sie offene Formate entwickeln und etablieren, die den Mitarbeitenden die Möglichkeit geben, Fragen zu stellen, Gerüchte oder auch mal kritische Themen anzusprechen.
  • Neben diesen Maßnahmen, mit denen Sie eher „abholen“ und „auffangen“, sollte es auch motivierende und ermutigende Formate geben, die zum Beispiel die Innovationsfähigkeit im Unternehmen mobilisieren. Das können Kreativformate wie Barcamps oder Working Out Loud Sessions sein, in denen Frage- und Aufgabenstellungen in Teams bearbeitet werden oder auch Ideenwettbewerbe, die sich an den Unternehmenszielen ausrichten. Im Job mal über den Tellerrand des Alltags zu schauen, kann enorm energetisierend sein.
  • Möglichkeiten des Miteinanders, also Kollaboration und Austausch, lassen ebenfalls Verbundenheit entstehen. Ein Social Intranet, in dem Kolleginnen und Kollegen zur Community werden, schafft diese Möglichkeit. Wichtig ist, für jede Art der Information auch das passende Tool zu nutzen. Sind beispielsweise Hintergrundinformationen nötig, braucht es neben den digitalen oft weitere Formate. Kommen Sie mit Ihren Zielgruppen ins Gespräch und fragen sie, welche Wege gut sind.

Wenn offene Kommunikation zur Unternehmenssprache wird, kann Sicherheit einziehen. Führungskräfte werden mit diesem Ansatz auf jeden Fall gewinnen. Unterstützen Sie dabei, Mitarbeitern in Veränderungssituationen die Informationen und den Halt zu geben, den sie brauchen, um gern und engagiert (weiter) zu arbeiten.

Mehr zum Thema in unseren MPC-Podcasts mit Sebastian Purps-Pardigol und Dr. med. habil. Volker Busch

Copyright Aufmacherbild: Bernard Hermant / Unsplash

MPC-Podcast und Vodcast #8 – mit Magdalena Rogl

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Zu schön um wahr zu sein? „Doch“, sagt Magdalena Rogl: „Es ist so schön, wie es klingt.“ Sie spricht von der Arbeit bei Microsoft in München. In dieser Folge unseres Podcasts „Auf einen Tee“ gibt die Chefin der digitalen Kanäle Einblicke in eine ganz besondere Unternehmens- und Kommunikationskultur. In dem 18-köpfigen Kommunikationsteam des Unternehmens wird nach dem 360-Grad-Prinzip gearbeitet: Alle machen alles. Wie das geht, was Growth Mindset bedeutet und warum das bei Microsoft ganz viel Sinn macht, erzäht sie im Gespräch mit Andrea Montua.

HIER geht’s zum Interview.

MPC-Sommerblog-Serie: Teil 2

Unsere MPC-Sommerblog-Serie für Daheimgebliebene: Fragen, die uns gerade beschäftigen. In unserem Agentur-Alltag stoßen wir immer wieder auf Themen, die bei uns oder in den Unternehmen, mit denen wir arbeiten, sehr unterschiedlich diskutiert werden. Diese möchten wir mit Ihnen teilen und gerne auch Ihre Meinung dazu hören. Wie sieht es bspw. mit folgendem Thema aus?

 

Je transparenter die Informationspolitik im Unternehmen, desto motivierter die Mitarbeiter? Ein klares „Ja“ von unserer Seite! Transparenz an sich hat keine Schattenseiten, sie ist die Basis für all die neuen Entwicklungen, die Unternehmen gerade einführen, umsetzen und vorantreiben. Aber vereinzelt hören wir auch die Stimmen von Zweiflern: „Kann zu viel Transparenz nicht auch schädlich sein? Kann sie missbraucht werden oder Konkurrenz schüren? Kann sie die Mitarbeiter sogar überfordern?“ Meist kommen solche Einwürfe aus den Chefetagen: Unerwünschter Kontrollverlust oder Sorge, Wissen abzugeben und auf diesem Wege Macht zu verlieren, stecken oft dahinter. Hinzu kommt an so mancher Stelle auch der fehlende Mut, Dinge an- und auszusprechen, gerade wenn sie weniger angenehm erscheinen oder vermeintlich keinen wirklichen Newswert haben. Deshalb braucht es Vertrauen. Vertrauen darauf, dass KollegInnen durchaus in der Lage sind, Informationen einzuordnen und vertrauensvoll damit umzugehen. Vertrauen darauf, dass Ausgesprochenes den Weg frei machen kann für frische Veränderungs-Energie.

Was wir auch häufig beobachten, ist eine Vermengung der Themen Transparenz und Relevanz. Dann wird eine zurückhaltende Informationspolitik gefahren mit der Begründung, die Mitarbeiter nicht zu sehr einspannen oder „vollmüllen“ zu wollen. Ist das aber nicht viel eher eine Sache des richtigen Informations- und Zielgruppen-Managements, anstatt die Entscheidung: Transparenz ja oder nein?

Wir denken, dass Transparenz kombiniert mit Mut und Vertrauen immer der richtige Weg ist, um die Herausforderungen der neuen Arbeitswelt zu meistern. Und Sie, was denken Sie? Haben Sie Beispiele, die Sie mit uns teilen mögen?

Schreiben Sie uns!

 

Copyright Aufmacherbild: Unsplash / Miti

Digital Leadership Summit in Köln: Unser Rückblick auf den Gipfel rund um die Zukunft von Arbeit und Führung

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Längst geht es nicht mehr darum, ob und wie die digitale Transformation kommt, sondern wie wir mit ihr umgehen. Wie bei allen Themen gibt es Vorreiter, bei denen man abschauen kann. Der vierte Digital Leadership Summit bot die perfekte Gelegenheit dazu. Unsere Kollegin Judith Götter war dabei:

Ein Tag voller inspirierender Rednerinnen und Redner, wertvollem Content und abwechslungsreichen Formaten. Die Themen Digital Organization, Digital Leadership, Digital Talent und Digital HR wurden mit hohem Praxisbezug präsentiert, Erfolge und Misserfolge geteilt und Start-ups aus der HR-Tech-Szene pitchten ihre Ideen.

Obwohl der Fokus auf HR-Themen lag, war auch die interne Kommunikation immer wieder mit von der Partie. Um erfolgreich in Richtung digitale Transformation und darüber hinweg zu schippern, braucht es schließlich eine integrierte Zusammenarbeit zwischen interner Kommunikation, HR und der Unternehmensführung.

Das nehme ich mit:

  • Digitale Transformation ist kein Ziel, das ein Unternehmen erreichen muss. Es ist eine Notwendigkeit, ein Mittel zum Zweck, um den aktuellen Herausforderungen begegnen zu können.
  • Sich hinter veralteten Strukturen zu verstecken und die Existenz der Digitalisierung zu verleugnen, ist definitiv der falsche Weg – aufwachen!
  • Innovation und Fortschritt brauchen Eigenverantwortung. Eigenverantwortung braucht Fehlerkultur. Fehlerkultur braucht Optimismus und Teamgeist.
  • Erfahrungen und Talente, die nachrücken, bieten starke Synergien.
  • Ohne passende Unternehmenskultur keine reibungslose digitale Transformation. Ergo: Vor der digitalen Transformation steht die kulturelle Transformation. Oder sie gehen sogar Hand in Hand.
  • Die interne Kommunikation muss Kulturwandel und Digitalstrategie vorantreiben, Expertenwissen mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern verbinden. Sie sind mit HR und anderen relevanten Bereichen verknüpft und Treiber der digitalen Transformation. Der Dreiklang der digitalen Transformation: Kommunikation, HR, Unternehmensführung.
  • Methoden und Ideen: WOL, Purpose, Simplification, agile Methoden. Wir alle haben davon gehört, sollten dies nun aber in allen Facetten ernst nehmen und den Schritt wagen, sie auszuprobieren.
  • Der Weg zu neuer Unternehmenskultur und digitaler Transformation führt über Leadership. Der Mensch braucht Vorbilder, egal ob in hierarchisch geprägten Unternehmen oder in der New Work und Start-up-Welt.
  • Leadership im digitalen Zeitalter bedeutet: Wissen, wann man als Führungskraft in den Vordergrund treten soll und wann es reicht, im Hintergrund zu bleiben. Ergo: Macht dezentralisieren wenn möglich, Macht zentralisieren wenn nötig.
  • Time to evolve – Lust an Veränderung schaffen. Agilität nicht einführen, um agil zu sein. Digitalisierung nicht anstreben, um digital zu sein. Struktur rules.
  • Aufgabe von HR und IK: Transparenz schaffen, gesunde Fehlerkultur fördern, Erfolgsstories als Vorbilder kommunizieren, Wissen teilen und das „Wir“ stärken. Leadership lebt genau das vor.

Eine Zusammenfassung aus Sicht der Moderatorinnen und Moderatoren des vierten Digital Leadership Summits finden Sie HIER.

Copyright Aufmacherbild: Unsplash / Val Vesa

MPC-Sommerblog-Serie: Teil 1

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Unsere MPC-Sommerblog-Serie für Daheimgebliebene: Fragen und Themen, die uns gerade beschäftigen. In unserem Agentur-Alltag stoßen wir immer wieder auf Themen, die bei uns oder in den Unternehmen sehr unterschiedlich diskutiert werden. Diese Themen wollen wir mit Ihnen teilen und wahnsinnig gerne auch Ihre Meinung dazu hören. Wie sieht es damit aus: 

Schublade zu, Schublade auf

Neulich bei einem Kundentermin. Er (Personaler, sportiv, Anfang 30): „Wir haben ein Generationsproblem. Die Leute über 50 sind froh, wenn sie ihr Smartphone bedienen können; die würden am liebsten noch die roten Mappen hin und her tragen.“ – „Waaas?“ Einige im Raum (darunter auch die Autorin dieses Beitrags) räuspern sich: „Hallo? Das betrifft mich aber gerade nicht, oder?“ Schließlich hat Medienkompetenz nichts mit dem Geburtsjahr zu tun, sondern mit der Bereitschaft, dem Interesse und den Möglichkeiten, sich mit den Dingen zu beschäftigen. Und vielleicht ein wenig mit der Unterstützung und Offenheit der Jüngeren.

Oder neulich bei einer Strategietagung. Sie (reflektierte Beraterin in den besten Jahren): „Die jungen Leute binden sich nicht mehr so gerne an Unternehmen, sie wollen frei und flexibel bleiben, brauchen die Sicherheit nicht so.“ – „Waaas?“ Die junge Werkstudentin ergreift das Wort: „Natürlich will ich planen können. Und das sehen meine Freunde und die Kommilitonen, mit denen ich spreche, auch so. Es wäre für mich eine schlimme Vorstellung, keine Sicherheit und Verlässlichkeit im Job zu haben.“

Heißt das also, dass Trend- und Zukunftsforschung Humbug sind? Nein, aber auch wir Profis für Personalthemen und interne Kommunikation sollten nicht aufgrund von Trends und Prognosen in Schubladendenken verfallen. Denn dann laufen wir Gefahr, zu stigmatisieren – und das ist nie gut, egal ob es um Alter, Nationalität oder andere Komponenten geht. Wir sollten vielmehr die Menschen im Auge behalten, Brücken bauen, den Dialog ermöglichen, Botschafter sein, die Angst nehmen und durch gelebte Werte für mehr Verständnis sorgen.

Oder was denken Sie? Schreiben Sie uns!

 

Copyright Aufmacherbild: Linh Pham / Unsplash

Echolot-Kolumne: Mach, was zu Dir passt!

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Hand auf’s Herz – werden Sie und die Führungskräfte Ihres Unternehmens so gesehen, wie Sie es sich wünschen? Nehmen die Kolleginnen und Kollegen Sie als Person wahr, die Veränderungen im Unternehmen vorantreibt und vorlebt? Und kennen Sie überhaupt die Möglichkeiten, die eine gelungene Positionierung von Führungskräften mit sich bringen kann?

Wie Führungskräfte die positive Kraft einer erfolgreichen Positionierung nutzen, beschreibt Andrea Montua in unserer aktuellen Echolot-Kolumne auf pressesprecher.com.

 

Copyright Aufmacherbild: Wade Lambert / Unsplash

Talk to me! Anforderungen der Generation Y an die interne Kommunikation

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Selbstverwirklichung und Freiheit, sinnstiftende Arbeit, die vor allem Spaß macht – das sind die zentralen Anforderungen der Generation Y an ihren Arbeitsplatz. Werden diese nicht erfüllt, folgt schnell mal ein Wechsel des Arbeitgebers. Wie kann die interne Kommunikation hier entgegenwirken und das Commitment der Mitarbeiter fördern?

Zur Generation der sogenannten „Millennials“ zählen alle, die in den Jahren 1982-2004 geboren wurden. Sie befinden sich derzeit meist am Anfang oder im ersten Drittel ihrer Karriere und werden in Zukunft die Mehrheit der Arbeitnehmerschaft ausmachen. Entsprechend lohnt sich ein Blick auf ihre Anforderungen an die Kommunikation und vor allem auf das besondere Informationsbedürfnis dieser Gruppe. Genau das untersucht eine aktuelle Studie aus den USA. Die Forscher haben hierzu eine Online-Umfrage mit über 500 Befragten im Alter von 19-32 Jahren durchgeführt.

Wir haben Ihnen daraus die fünf wichtigsten Tipps für erfolgreiche interne Kommunikation mit der Generation Y zusammengefasst:

  1. Die eigene Rolle innerhalb der Organisation klar machen: Identifikation fördern

Auch wenn Freiheit und Selbstverwirklichung zu den Werten der Generation Y zählen – für eine sinnstiftende Arbeit braucht es unter anderem Antworten auf folgende Fragen: Was ist ihre Aufgabe? Und was ist der Beitrag zum großen Ganzen? Diese Wegweiser motivieren, stärken das Engagement und führen zu mehr Verbundenheit.

  1. Informationen über Unternehmensziele und Strategie zur Verfügung stellen

Mitarbeiter der Generation Y haben ein besonderes Informationsbedürfnis. Dieses zeichnet sich vor allem durch ihre Erwartung aus, dass jede Information mit ihnen geteilt wird, und zwar unabhängig von ihrer Position in der Organisation. Sie bevorzugen daher eine offene Kommunikation mit ausreichenden und regelmäßigen Informationen sowohl zu unternehmensbezogenen als auch individuellen Themen.

  1. Sicherstellen, dass Mitarbeiter sich wertgeschätzt fühlen

Millennials haben zudem ein verstärktes Bedürfnis nach Anerkennung und legen viel Wert auf Wertschätzung seitens des Vorgesetzten und der Kollegen. Wird sie Ihnen entgegengebracht, wenden sie sich verstärkt ihrer Arbeitsaufgabe zu und fühlen sich mit ihrem Arbeitgeber verbunden. Millennials zeichnen sich zudem durch einen ausgeprägten Teamgeist aus und schätzen daher generell auch die Unterstützung durch ihre Kollegen.

  1. Feedback zur Arbeitsleistung geben

Eine besondere Rolle spielt dabei auch die Beurteilung ihrer eigenen Arbeit in Form von Feedback. Generell arbeiten Millennials gerne in einem Umfeld offener Feedbackkultur. Hierbei geht es ihnen nicht nur um die Wertschätzung ihrer Arbeit, sondern vor allem auch um die Möglichkeit der persönlichen Weiterentwicklung.

  1. Arbeitnehmern eine Stimme geben

Zudem will die Generation Y gerne in Prozesse eingebunden werden und schätzen eine partizipative Mitarbeiterkommunikation. Ein offener Austausch von Ideen, Themen und Meinungen ist für sie von hoher Bedeutung. Neue Formate des agilen Arbeitens und entsprechende Tools fördern und fordern die Kreativität.

Den Ergebnissen der Studie von Walden, Jung & Westermann (2017) zufolge trägt eine Mitarbeiterkommunikation, die sich nach diesen fünf Punkten richtet, zum beruflichen Engagement der Generation Y bei und steigert deren Commitment. Um also eine langfristige Bindung der Mitarbeiter dieser Generation zu erreichen, sollte die interne Kommunikation dies in ihre Kommunikationsstrategie integrieren und in ihrer Arbeit berücksichtigen. Wenn das gelingt, kann der eingangs angesprochene Arbeitswechsel womöglich vermieden werden.

Weiterlesen bei: Walden, J., Jung, E. H., & Westerman, C. Y. (2017). Employee communication, job engagement, and organizational commitment: A study of members of the Millennial Generation. Journal of Public Relations Research, 2017(29), 73-89.

Ein Gastbeitrag von Marina Hubert (27). Sie studiert Kommunikationsmanagement an der Universität Hohenheim und schreibt aktuell ihre Masterarbeit zum Thema „Megatrends und Interne Kommunikation im Wandel“.

Copyright Aufmacherbild: Unsplash/Morvanic Lee

MPC-Podcast und Vodcast #6 – mit Laura Wirtz

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Viele reden drüber, die ING hat es getan: Das Unternehmensteckt mitten in der Transformation hin zu agilem Arbeiten in allen Bereichen. Laura Wirtz, Strategie-Chefin der Bank mit Sitz in Frankfurt, kennt die Höhen und Tiefen, aber vor allem auch die großen Gewinne des Prozesses. Im Gespräch mit Andrea Montua berichtet sie aus dem Alltag und gibt ehrliche Einblicke in den Veränderungsprozess für Mitarbeitende und Führungskräfte.

Der MPC-Podcast und Vodcast: Auf einen Tee mit Andrea Montua #6

 

P.S.: Wir freuen uns! Ab heute erscheint der MPC-Podcast in Kooperation mit dem Magazin pressesprecher.

 

Speak up! Interne Influencer können starke Stimmen sein

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Wie stark Influencer sein können, wissen wir spätestens seit letzter Woche – da wirbelt einer mal eben den gesamten Europawahlkampf durcheinander. Offenbar haben viele Unternehmen diese Kraft längst erkannt und nutzen sie auch. Belege liefert eine Studie von news aktuell und Faktenkontor: Fast jeder zweite Befragte aus der Unternehmenskommunikation setzt inzwischen auf den Einfluss von Corporate Influencern. Klar, dass die firmeneigenen Markenbotschafter willkommene Unterstützer sind, wenn es um Meinungsbildung, Employer Branding und mehr Reichweite geht. Was draußen geht, fängt drinnen an. Corporate Influencer fallen nicht vom Himmel, sie wachsen und entwickeln sich aus einer inspirierenden, unterstützenden und offenen Unternehmenskultur – die leider auch nicht mal eben so vom Himmel fällt.

Aber von vorn: Vielleicht kennen Sie das Gefühl, dass Ihre interne Kommunikation stagniert. Gut gemeinte und für viel Geld initiierte Tools werden leidlich und oder nur pflichtbewusst genutzt. Ein kommunikativer Aufbruch zeichnet sich nicht ab. Interaktion, Feedback oder gar mutige Meinungen finden nicht statt. Die einzigen, die in allen Gassen dampfen, sind Sie und Ihr Team. Zur gleichen Zeit im gleichen Unternehmen, treffen Sie im informellen Gespräch regelmäßig auf Kolleginnen und Kollegen, die total motiviert sind, voller Ideen stecken und ihren Job und das eigene Unternehmen lieben. Sie identifizieren sich zu 100 Prozent mit Firma oder Marke. Wo sind die alle, wenn es darum geht, sich aus der Deckung zu wagen und diesen positiven Spirit weiterzutragen? Warum fluten sie nicht das (Social) Intranet, um andere anzustecken und die Zahl der Miesepeter zu minimieren?

Wahrscheinlich arbeiten Sie in einem traditionell geführten Unternehmen, in dem Offenheit und Wagemut noch nicht zum Tagesgeschäft gehören. Die kollektiven Erfahrungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben zu einer Kultur geführt, in der Wissen als Geheimnis gehütet wird und Informationen zurückgehalten werden. Es gibt zu wenige kommunikative Vorbilder, die das Gegenteil beweisen könnten.

Nun ändert sich eine Unternehmenskultur nicht mal eben nebenbei, es braucht Zeit, Geduld und insbesondere den Willen in der Chefetage, diesen Prozess anzustoßen und zu begleiten. In der Zwischenzeit wollen Sie aber trotzdem etwas bewegen und sichtbare Erfolge bei der Wahrnehmung Ihrer Inhalte haben? Hier kommen die internen Corporate Influencer ins Spiel. Und das sind genau die begeisterten und positiv eingestellten Kolleginnen und Kollegen, die Sie als Markenbotschafter für die interne Kommunikation nutzen können. Das bedeutet nicht, Ihr Team zu erweitern, sondern diese Menschen zu unterstützen und vielleicht sogar zu befähigen, eine relevante interne Stimme zu werden.

  1. Wer macht’s? Sprechen Sie die Kolleginnen und Kollegen an, von denen Sie glauben, dass sie sich in der Botschafterrolle bereits wohlfühlen oder es zukünftig tun könnten. Achten Sie darauf, dass möglichst viele Unternehmensbereiche abgedeckt werden.
  2. Was bieten Sie an? Packen Sie Angebote ins Gepäck, zum Beispiel einen Textworkshop oder Schreiben für Online-Medien. Für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist es ein Mehrwert und für Sie ein wichtiges Qualitätsmanagement.
  3. Wer sind wir? Vernetzen Sie alle Influencer untereinander und organisieren Sie regelmäßigen Austausch. So entsteht eine Community, die sich gegenseitig inspiriert und entwickelt.
  4. Darf ich das? Legitimieren Sie die Influencer bei den Vorgesetzten und der Geschäftsführung, damit sie sich geschützt und unterstützt fühlen. Schließlich braucht es nicht nur den Mut, zu schreiben, sondern oft auch die Erlaubnis, Zeit zu investieren.
  5. Seid ihr dabei? Eine interne Kampagne rund um das Thema „Influencing“ macht dies nicht nur publik und sensibilisiert die gesamte Mitarbeiterschaft, es wird auch diejenigen auf den Plan rufen, die richtig Lust darauf haben und dabei sein wollen.

Mit der richtigen Truppe können Sie vielleicht die Kommunikations- und Informationskultur ein Stück weit verändern und andere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter begeistern. Eine echte Transformation, die sich in der Organisation tatsächlich manifestiert, kann jedoch nur erfolgreich sein, wenn die Geschäftsführung diesen Wandel will und auch initiiert.

 

Copyright Aufmacherbild: George Pagan III / Unsplash