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MPC-Podcast und Vodcast #9 – mit Sven Wiesner

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Wasch mich, aber mach mich nicht nass – so gehen viele Unternehmen noch mit der Integration von technischen Innovationen um. Aber eine VR-Brille im Konfi macht eben noch keinen Innovationsraum. Sven Wiesner erzählt Andrea Montua im MPC-Podcast, wie er die Chancen und Risiken von KI und Co. einschätzt, wie er Unternehmen in neue Welten navigiert und warum schnelle Prototypen ein guter Weg zum neuen Produkt sind.Diese Fragen beantwortet der Podcast:

  • KI, VR und AR – welche Trends bieten Chancen in der Kommunikation?
  • Wie können Unternehmen sich zukünftigen Technologien nähern?
  • Lohnt es sich ein bisschen rumzuprobieren, statt voll einzusteigen?
  • Und was ist mit meinen Daten?

HIER geht’s zum Interview.

MPC-Podcast und Vodcast #8 – mit Magdalena Rogl

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Zu schön um wahr zu sein? „Doch“, sagt Magdalena Rogl: „Es ist so schön, wie es klingt.“ Sie spricht von der Arbeit bei Microsoft in München. In dieser Folge unseres Podcasts „Auf einen Tee“ gibt die Chefin der digitalen Kanäle Einblicke in eine ganz besondere Unternehmens- und Kommunikationskultur. In dem 18-köpfigen Kommunikationsteam des Unternehmens wird nach dem 360-Grad-Prinzip gearbeitet: Alle machen alles. Wie das geht, was Growth Mindset bedeutet und warum das bei Microsoft ganz viel Sinn macht, erzäht sie im Gespräch mit Andrea Montua.

HIER geht’s zum Interview.

Digital Leadership Summit in Köln: Unser Rückblick auf den Gipfel rund um die Zukunft von Arbeit und Führung

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Längst geht es nicht mehr darum, ob und wie die digitale Transformation kommt, sondern wie wir mit ihr umgehen. Wie bei allen Themen gibt es Vorreiter, bei denen man abschauen kann. Der vierte Digital Leadership Summit bot die perfekte Gelegenheit dazu. Unsere Kollegin Judith Götter war dabei:

Ein Tag voller inspirierender Rednerinnen und Redner, wertvollem Content und abwechslungsreichen Formaten. Die Themen Digital Organization, Digital Leadership, Digital Talent und Digital HR wurden mit hohem Praxisbezug präsentiert, Erfolge und Misserfolge geteilt und Start-ups aus der HR-Tech-Szene pitchten ihre Ideen.

Obwohl der Fokus auf HR-Themen lag, war auch die interne Kommunikation immer wieder mit von der Partie. Um erfolgreich in Richtung digitale Transformation und darüber hinweg zu schippern, braucht es schließlich eine integrierte Zusammenarbeit zwischen interner Kommunikation, HR und der Unternehmensführung.

Das nehme ich mit:

  • Digitale Transformation ist kein Ziel, das ein Unternehmen erreichen muss. Es ist eine Notwendigkeit, ein Mittel zum Zweck, um den aktuellen Herausforderungen begegnen zu können.
  • Sich hinter veralteten Strukturen zu verstecken und die Existenz der Digitalisierung zu verleugnen, ist definitiv der falsche Weg – aufwachen!
  • Innovation und Fortschritt brauchen Eigenverantwortung. Eigenverantwortung braucht Fehlerkultur. Fehlerkultur braucht Optimismus und Teamgeist.
  • Erfahrungen und Talente, die nachrücken, bieten starke Synergien.
  • Ohne passende Unternehmenskultur keine reibungslose digitale Transformation. Ergo: Vor der digitalen Transformation steht die kulturelle Transformation. Oder sie gehen sogar Hand in Hand.
  • Die interne Kommunikation muss Kulturwandel und Digitalstrategie vorantreiben, Expertenwissen mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern verbinden. Sie sind mit HR und anderen relevanten Bereichen verknüpft und Treiber der digitalen Transformation. Der Dreiklang der digitalen Transformation: Kommunikation, HR, Unternehmensführung.
  • Methoden und Ideen: WOL, Purpose, Simplification, agile Methoden. Wir alle haben davon gehört, sollten dies nun aber in allen Facetten ernst nehmen und den Schritt wagen, sie auszuprobieren.
  • Der Weg zu neuer Unternehmenskultur und digitaler Transformation führt über Leadership. Der Mensch braucht Vorbilder, egal ob in hierarchisch geprägten Unternehmen oder in der New Work und Start-up-Welt.
  • Leadership im digitalen Zeitalter bedeutet: Wissen, wann man als Führungskraft in den Vordergrund treten soll und wann es reicht, im Hintergrund zu bleiben. Ergo: Macht dezentralisieren wenn möglich, Macht zentralisieren wenn nötig.
  • Time to evolve – Lust an Veränderung schaffen. Agilität nicht einführen, um agil zu sein. Digitalisierung nicht anstreben, um digital zu sein. Struktur rules.
  • Aufgabe von HR und IK: Transparenz schaffen, gesunde Fehlerkultur fördern, Erfolgsstories als Vorbilder kommunizieren, Wissen teilen und das „Wir“ stärken. Leadership lebt genau das vor.

Eine Zusammenfassung aus Sicht der Moderatorinnen und Moderatoren des vierten Digital Leadership Summits finden Sie HIER.

Copyright Aufmacherbild: Unsplash / Val Vesa

Speak up! Interne Influencer können starke Stimmen sein

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Wie stark Influencer sein können, wissen wir spätestens seit letzter Woche – da wirbelt einer mal eben den gesamten Europawahlkampf durcheinander. Offenbar haben viele Unternehmen diese Kraft längst erkannt und nutzen sie auch. Belege liefert eine Studie von news aktuell und Faktenkontor: Fast jeder zweite Befragte aus der Unternehmenskommunikation setzt inzwischen auf den Einfluss von Corporate Influencern. Klar, dass die firmeneigenen Markenbotschafter willkommene Unterstützer sind, wenn es um Meinungsbildung, Employer Branding und mehr Reichweite geht. Was draußen geht, fängt drinnen an. Corporate Influencer fallen nicht vom Himmel, sie wachsen und entwickeln sich aus einer inspirierenden, unterstützenden und offenen Unternehmenskultur – die leider auch nicht mal eben so vom Himmel fällt.

Aber von vorn: Vielleicht kennen Sie das Gefühl, dass Ihre interne Kommunikation stagniert. Gut gemeinte und für viel Geld initiierte Tools werden leidlich und oder nur pflichtbewusst genutzt. Ein kommunikativer Aufbruch zeichnet sich nicht ab. Interaktion, Feedback oder gar mutige Meinungen finden nicht statt. Die einzigen, die in allen Gassen dampfen, sind Sie und Ihr Team. Zur gleichen Zeit im gleichen Unternehmen, treffen Sie im informellen Gespräch regelmäßig auf Kolleginnen und Kollegen, die total motiviert sind, voller Ideen stecken und ihren Job und das eigene Unternehmen lieben. Sie identifizieren sich zu 100 Prozent mit Firma oder Marke. Wo sind die alle, wenn es darum geht, sich aus der Deckung zu wagen und diesen positiven Spirit weiterzutragen? Warum fluten sie nicht das (Social) Intranet, um andere anzustecken und die Zahl der Miesepeter zu minimieren?

Wahrscheinlich arbeiten Sie in einem traditionell geführten Unternehmen, in dem Offenheit und Wagemut noch nicht zum Tagesgeschäft gehören. Die kollektiven Erfahrungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben zu einer Kultur geführt, in der Wissen als Geheimnis gehütet wird und Informationen zurückgehalten werden. Es gibt zu wenige kommunikative Vorbilder, die das Gegenteil beweisen könnten.

Nun ändert sich eine Unternehmenskultur nicht mal eben nebenbei, es braucht Zeit, Geduld und insbesondere den Willen in der Chefetage, diesen Prozess anzustoßen und zu begleiten. In der Zwischenzeit wollen Sie aber trotzdem etwas bewegen und sichtbare Erfolge bei der Wahrnehmung Ihrer Inhalte haben? Hier kommen die internen Corporate Influencer ins Spiel. Und das sind genau die begeisterten und positiv eingestellten Kolleginnen und Kollegen, die Sie als Markenbotschafter für die interne Kommunikation nutzen können. Das bedeutet nicht, Ihr Team zu erweitern, sondern diese Menschen zu unterstützen und vielleicht sogar zu befähigen, eine relevante interne Stimme zu werden.

  1. Wer macht’s? Sprechen Sie die Kolleginnen und Kollegen an, von denen Sie glauben, dass sie sich in der Botschafterrolle bereits wohlfühlen oder es zukünftig tun könnten. Achten Sie darauf, dass möglichst viele Unternehmensbereiche abgedeckt werden.
  2. Was bieten Sie an? Packen Sie Angebote ins Gepäck, zum Beispiel einen Textworkshop oder Schreiben für Online-Medien. Für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist es ein Mehrwert und für Sie ein wichtiges Qualitätsmanagement.
  3. Wer sind wir? Vernetzen Sie alle Influencer untereinander und organisieren Sie regelmäßigen Austausch. So entsteht eine Community, die sich gegenseitig inspiriert und entwickelt.
  4. Darf ich das? Legitimieren Sie die Influencer bei den Vorgesetzten und der Geschäftsführung, damit sie sich geschützt und unterstützt fühlen. Schließlich braucht es nicht nur den Mut, zu schreiben, sondern oft auch die Erlaubnis, Zeit zu investieren.
  5. Seid ihr dabei? Eine interne Kampagne rund um das Thema „Influencing“ macht dies nicht nur publik und sensibilisiert die gesamte Mitarbeiterschaft, es wird auch diejenigen auf den Plan rufen, die richtig Lust darauf haben und dabei sein wollen.

Mit der richtigen Truppe können Sie vielleicht die Kommunikations- und Informationskultur ein Stück weit verändern und andere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter begeistern. Eine echte Transformation, die sich in der Organisation tatsächlich manifestiert, kann jedoch nur erfolgreich sein, wenn die Geschäftsführung diesen Wandel will und auch initiiert.

 

Copyright Aufmacherbild: George Pagan III / Unsplash

MPC-Podcast #5 – mit Dr. Martin Böhringer und Markus Röhl

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Sie sind die Brücke zum Mitarbeiter und zur Mitarbeiterin: Apps und Social Intranets verändern die interne Kommunikation radikal – besonders dort, wo ein Großteil der Belegschaft zu den Non-Desk-Workern zählt. Die Entscheidung für oder gegen eine solche Anwendung hängt an vielen Faktoren. In dieser Folge hat Andrea Montua Anbieter und Kunde an einen Tisch geholt: Dr. Martin Böhringer, CEO der Staffbase GmbH und Markus Röhl, Leiter Marketing bei der Reinert Logistics GmbH.

Der MPC-Podcast: Auf einen Tee mit Andrea Montua – #5

Holt die Werte aus der Schublade

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Bei unserer Arbeit in den Unternehmen kommen wir tagtäglich mit Werten in Kontakt: mit frisch formulierten, fantastischen, mit wenig gelebten, mit viel gelobten, mit hochtrabenden und auch mal phrasenhaften. Ein Unternehmen ist eine Wertegemeinschaft und sollte als solche auch aktiv die erstrebenswerten und kollektiven Werte formulieren. Denn konkrete Wertvorstellungen erzeugen priorisierendes Denken, Fühlen und Handeln, ausgerichtet auf die wichtigen Aspekte im Leben. Langfristig kann dadurch eine wertvolle Kultur entstehen, sofern die Mehrzahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter diese Werte leben.

Auch wir bei MontuaPartner Communications haben unsere gemeinsamen Werte formuliert und arbeiten daran, diese täglich und im Umgang mit unseren Kunden zu integrieren. Natürlich ist das kein Selbstgänger und erfordert ständige Erneuerung und Bestätigung. Jeder Mensch bringt Denk- und Handlungsmuster, Glaubenssätze und Charaktereigenschaften mit, die sich mit den formulierten Unternehmenswerten mischen.

Eine interne Kommunikation sollte deshalb die Werte eines Unternehmens immer wieder und immer kreativ implementieren. Positive Beispiele, Vorbilder und Geschichten helfen dabei, Regelmäßigkeit sorgt dafür, dass Werte tatsächlich gelebt und nicht nur einmalig gelesen werden.

Das haben wir gerade getan und einige unserer Kolleginnen und Kollegen für diesen Blog gebeten zu beschreiben, was unsere Werte für sie persönlich bedeuten. Ein Einblick in unsere MontuaPartner-Kultur und ein Plädoyer für gelebte Werte. Am Ende haben wir noch drei Ideen für Ihren internen Werte-Boost versprüht.

Maike

Vertrauensvolles Miteinander

Ein vertrauensvolles Miteinander am Arbeitsplatz ist aus vielen Gründen essenziell und Voraussetzung für produktives Arbeiten. Ist kein Vertrauen zwischen MitarbeiterInnen und auch Führungskräften vorhanden, behindert es auf mehreren Ebenen. Fehler werden nicht thematisiert oder unter den Tisch gekehrt, Misstrauen führt zu Frust und lenkt von der eigentlichen Arbeit ab. Als Teil eines Teams möchten wir uns willkommen und ernst genommen fühlen; es muss möglich sein, konstruktive Kritik zu senden und zu empfangen, um Missstimmung vorzubeugen.

Sich den KollegInnen gegenüber öffnen zu können; Sorgen, Nöte, aber auch Freude und Stolz teilen zu können gehören für mich in einem guten Team dazu. Nur dann kann ich entspannt agieren und mich auf die eigentliche Arbeit konzentrieren, ohne von störenden Gefühlen abgelenkt zu sein.

Ursula

Positive Einstellung

Drei Worte, die viel verändern können: Ja. Ich. Will. Meint man sie ernst, haben sie einen starken Einfluss auf die Wirkung und den Erfolg unseres Handelns, nach innen und nach außen. Mit positiver Einstellung versuchen wir, eine bejahende Haltung einzunehmen – zum Leben, zu den Menschen und zu dem, was wir tun. Ein wichtiges Indiz dafür ist die Kommunikation. Sie zeigt nur allzu deutlich, wie wir zu einer Sache oder einer Person stehen. Ein Wort, eine Formulierung, eine Betonung, eine Geste, ein Geräusch können vernichten und demotivieren oder Energie und Lust fördern. Wir wollen zweiteres.

Sind wir deshalb ein Haufen langweiliger Ja-Sager? Nein. Wir behalten uns unseren kritischen Blick, ziehen Grenzen und ja, auch wir sind normale Menschen, die einfach mal schlecht drauf sind oder partout keine Lust auf Dieses oder Jenes haben. Aber mit dem Bemühen um eine grundsätzlich positive Einstellung erscheint vieles in einem anderen Licht. Klingt banal? Ist es aber nicht. Dennoch zeigt es Wirkung. Im Miteinander, in der Zufriedenheit und in den Ergebnissen.

Christian

Nachvollziehbarkeit

Ehrlichkeit alleine macht noch keinen guten Berater aus. Ich muss nicht nur ehrlich, sondern auch nachvollziehbar sein. Wenn ich einen Kunden von einer Idee überzeugen möchte, muss er sie verstehen und nachvollziehen können. Denn häufig müssen unsere Kontaktpersonen in ihrem Unternehmen die Relevanz der internen Kommunikation aufzeigen oder die Kolleginnen und Kollegen für ihre Projekte erwärmen. Gerade im Kommunikationsbereich, wo Entscheider selten mit „harten Zahlen“ überzeugt werden können, ist Nachvollziehbarkeit deswegen besonders wichtig.

Auch in unserem Team ist Nachvollziehbarkeit zentral. Unsere Arbeit und unser konkretes Vorgehen müssen für alle einleuchtend sein, damit wir an einem Strang ziehen. Dabei müssen wir nicht zwangsläufig einer Meinung sein, aber wenn unsere Entscheidungen nicht nachvollziehbar sind, ist Unzufriedenheit im Team vorprogrammiert.

Carolin

Mut

Wenn schon Werte, dann bitte auch gelebte. Mut ist eine wichtige Grundvoraussetzung dafür: Ohne den Mut, nach hochgesteckten Zielen zu streben, würde sich niemand von uns weiterentwickeln. Dann bleibt die schönste Formulierung doch nur ein Wunschzettel und wird keine Leitplanke fürs tägliche Leben. Und gerade, wenn es mal nicht so läuft, bedarf es Mut, sich auf die postulierten Werte zu berufen. Nur so wird aus verschriftlichtem Wunschdenken Schritt für Schritt Realität. Auch in der Zusammenarbeit mit unseren Kunden braucht es Mut, Meinungen und teils auch ungewöhnliche Ansätze zu vertreten, um Kommunikation (wieder) zu beleben. Das gelingt viel leichter, wenn man sich im Team gegenseitig den Rücken stärken kann. Da ist es ein Glück, dass bei uns alle mehr Mutmacher als Einzelkämpfer sind.

Judith

Leidenschaft

Was uns bei MPC verbindet, ist die Leidenschaft für interne Kommunikation und Change. Diese Leidenschaft tragen wir zu unseren Kunden, um gemeinsam Größeres zu bewirken und um auch bei ihnen diese Begeisterung (neu) zu entfachen. Wir wollen anstecken, auch wenn es mal schwieriger und komplexer wird. Dabei ist nicht nur die interne Kommunikation selbst eine Leidenschaft, wir sehen in ihr auch die Funktion, die Leidenschaft für das eigene Unternehmen zu fördern und zu verbreiten.

Sophie

Haltung

Wir zeigen Haltung nach innen und nach außen. Denn wenn wir unsere Haltung nicht auch nach innen zeigen, können wir sie auch nach außen nicht ehrlich vertreten. Unter Haltung verstehen wir, uns nicht verbiegen zu lassen und unsere Meinung zu vertreten. Gleichzeitig aber auch unserem Gegenüber aufmerksam zuhören. Wir wissen, dass jeder in einem anderen Kontext lebt und unterschiedlich ist. Genau diese Unterschiede wollen wir nutzen – als Beginn, Spiegel oder Inspiration für unser eigenes Handeln. Denn nur so können wir in unserem täglichen Miteinander die Bedürfnisse und Wünsche des anderen wahrnehmen.

Gaby

Ehrlichkeit

Wer ehrlich ist, sagt das, was er meint und nicht unbedingt das, was der andere hören möchte. Klingt unbequem und ist es an so mancher Stelle auch. Schließlich läuft man Gefahr, sich unbeliebt zu machen, mit einer Meinung allein dazustehen, vielleicht sogar den Vorwurf zu hören, mit dem eingebrachten Einwand einen laufenden Prozess auszubremsen. Es gehört also eine gewisse Portion Mut zur Ehrlichkeit dazu: Wir bei MPC ermutigen uns untereinander immer wieder dazu, weil wir überzeugt davon sind, dass wir nur über ehrliches Handeln und Kommunizieren die richtigen Antworten auf die Fragen unserer Kunden finden.

Ehrlichkeit ist keine Einbahnstraße. Sie braucht den Dialog – ehrlich und offen. Das finden wir erstrebenswert, denn nur wer sich öffnet, ist offen für Veränderung und Weiterentwicklung.

Andrea

Achtsamkeit

Achtsamkeit ist die Basis unseres werteorientierten Handelns. Jeder Kollege, jede Kollegin und jeder Kunde ist anders und sollte neu entdeckt werden. Dabei lassen wir uns ganz bewusst auf die jeweilige Kultur und die daraus entstehenden Bedürfnisse eines Unternehmens ein. Wir sind aufmerksam für die Menschen, mit denen wir arbeiten und nehmen uns Zeit für die ganz individuellen Aufgaben, die uns gestellt werden. In unserem Team passen wir aufeinander auf. Nur so können wir das hohe Leistungsniveau halten und jeder bekommt den Raum, um persönlich zu wachsen.

Und jetzt sind Sie dran – es gibt viele Gründe, Ihre Unternehmenswerte mal wieder intern in Erinnerung zu rufen. Jeder Kanal, jedes Format kann dafür genutzt werden. Versuchen Sie, Kolleginnen und Kollegen einzubinden und lassen sie ihre oder eine Geschichte erzählen. So werden Werte anfassbar, erlebbar und bleiben nicht im Abstrakten. Die Geschäftsführung sollte immer voran gehen. Sie ist Vorbild für alle und darf von Ihnen auch als solches voran gestellt und in Szene gesetzt werden.

Drei Quickwins für Ihren Werte-Boost:  

  • Eine Woche, ein Wert: Rufen Sie unternehmensweite Wertewochen aus: Einzelne Arbeitswochen stehen im Zeichen eines Wertes und werden im Tagesgeschäft thematisiert. Führungskräfte können Tools an die Hand bekommen, um in Team-Routinen die Werte auf die Tagesordnung zu heben.
  • Zehn Werte, zehn Karten: Zum Beispiel coole „Wertekarten“, mit denen die Teammitglieder aufgefordert werden, sich mit einem Wert auseinanderzusetzen und ihre Gedanken zu teilen. Wertekarten können auch untereinander vergeben werden, um gegenseitige Wertschätzung und Anerkennung auszudrücken.
  • Ein Wert, zehn Stimmen: Flankierend produzieren Sie eine Serie im Intranet, in der MAZ oder der App, in der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und die Geschäftsführung Statements zu den Werten abgeben. Kurze und knackige Testimonials, die den Werten ein Gesicht geben.

 

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Echolot-Kolumne: Frieden schließen mit dem Flurfunk

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Hadern Sie manchmal mit Ihrem Flurfunk? Als strukturierte Interne Kommunikation wünscht man sich so manches Mal, ihm Redeverbot erteilen zu können. Versuchen Sie es mal mit dieser Strategie: Schließen Sie Frieden mit dem Flurfunk, nutzen Sie sein kommunikatives Potenzial und laden ihn mit guten Geschichten auf.

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Echolot-Kolumne: Rolle vorwärts

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Nach dem Fehler ist vor dem Erfolg: Der größte Fehler der internen Kommunikation besteht darin, das eigene Gewicht zu unterschätzen. Werden ein paar Stellschrauben gedreht, ist der Kurs klar und das Ergebnis erfreulich.

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Achtsamkeit macht Sinn

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Es ächzt und kracht im Gebälk der VUCA*-Welt. Ein Change-Prozess jagt den nächsten, bei Mitarbeitern und Führungskräften macht sich gleichermaßen Verunsicherung breit. Veränderung verursacht Stress und den Affen im Kopf, den kennen wir alle: Wo soll ich bloß anfangen? Wie soll ich das alles schaffen? Wenn Überforderung uns unaufmerksam werden lässt, dann kriegen wir tatsächlich nichts mehr auf die Reihe.

Eine Wegbereiterin, um solche Phasen erfolgreich zu meistern, kann die Achtsamkeit sein. Was vor ein paar Jahren noch als spiritueller Trend gefeiert oder als neumodischer Unfug abgetan wurde, ist heute längst gelebte Unternehmenskultur der ganz Großen wie beispielsweise Google oder SAP. Gelebte Achtsamkeit ist keine Momentaufnahme, kein Tool, sondern eine ganz grundsätzliche Einstellung, die alle Lebensbereiche durchzieht. Im Unternehmen kann sie Nährboden für gemeinsames Wachstum sein. Wachsendes Wohlbefinden, wachsende Kreativität und mehr Zufriedenheit. Nicht nur in Veränderungssituationen, sondern grundsätzlich und langfristig.

Achtsamkeit und Veränderung wären tatsächlich ein perfektes Paar, sie ergänzen sich. Wer achtsam ist, kann Veränderungen besser annehmen, geht gelassener mit Emotionen um, kann auf sein Umfeld beruhigend wirken. Wird Achtsamkeit als Qualität im Umgang miteinander manifestiert, wird sie zum Wert. Der Mitarbeiter rückt automatisch in den Mittelpunkt der Veränderung und wird dies auch so erleben. Die Sinnhaftigkeit des eigenen Tuns zu hinterfragen, ist plötzlich erlaubt und damit einhergehend auch die Verwirklichung der eigenen Wünsche und Visionen innerhalb des Unternehmens.

Erfolg haben und glücklich sein

Glücklich sein und Erfolg haben – das muss kein Widerspruch sein und Achtsamkeitstrainings können einen wichtigen Beitrag dazu leisten. Mit diesen vier Schritten implementieren Sie Achtsamkeit langfristig in Ihrem Job:

  1. Wie so oft braucht es immer einen, der überzeugt ist von der Sache und den Willen hat, seine Überzeugung weiterzugeben. Wenn Sie Achtsamkeit leben, werden Sie andere von den positiven Effekten überzeugen können. Sie fördert die emotionale Intelligenz und erweitert das Potenzial, das jeder Einzelne mitbringt. Wer will das nicht?
  2. Initiieren Sie gemeinsam mit den Kollegen von Human Resources ein Seminarangebot für alle Mitarbeiter und verbinden es mit dem Ziel, das achtsame Miteinander zu einem Teil der Unternehmenskultur werden zu lassen. Der Bedarf entsteht, wenn Kursteilnehmer positiv von ihren Erfahrungen berichten. Und das werden sie, denn nicht die Zauderer oder die mit Vorbehalten werden sich einschreiben, sondern diejenigen, die offen sind und ihren persönlichen Bedarf bereits erkannt haben. Daraus kann ein Schneeballsystem entstehen. Die ersten bringen ihre Erfahrungen bereits in ihrem Team oder in ihren Führungsstil ein, während die nächsten noch auf der Warteliste stehen.
  3. Seien Sie gefasst auf Vorbehalte, denn nicht jeder wird automatisch eine positive Assoziation zum Thema Achtsamkeit haben. „Esoterischer Humbug, spirituelles Zeug und das hat irgendwas mit Religion zu tun“ könnten Meinungen sein, die Ihre Initiative torpedieren. Deshalb ist es wichtig, keine Parallelwelt zur Unternehmenswelt aufzubauen, sondern nah an Sprache und Kultur des Hauses zu bleiben. Arbeiten Sie nur mit wissenschaftlich anerkannten Anbietern zusammen, die Trainer müssen zu Ihrem Unternehmen passen und ausreichend Erfahrung mitbringen. Die Angebote zu Achtsamkeitslehre, zu Mindfulness Based Stress Reduction (MBSR) oder zu Search Inside Yourself-Seminaren (SIY) sind auch in Deutschland vielfältig.
  4. Nach einem gelungenen Start können Sie die Achtsamkeit als Teil der Kultur institutionalisieren. Lokale Lerngruppen, Achtsamkeits-Botschafter und die Ausbildung von Mitarbeitern zu internen Trainern sind bewährte Möglichkeiten. Ein Mitstreiter aus den Reihen der Geschäftsführung legitimiert und unterstützt das Ganze sichtbar.

Wenn es gelingt, Achtsamkeit erfolgreich im Miteinander zu integrieren, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass Engagement und Motivation der Mitarbeiter steigen werden. Der Stresslevel wird sinken und damit auch die Krankheitsquote. Das Investment lohnt also allemal. Der Google-Ingenieur Chade-Meng Tan hat es mit seinem Bestseller „Search Inside Yourself“ und den Trainings zu seiner Methode vorgemacht: Es ist seit 2007 die beliebteste Weiterbildung des Unternehmens mit langen Wartelisten.

*VUCA steht für Volatility, Uncertainty, Complexity und Ambiguity. Ursprünglich militärischen Ursprungs, fasst es heute die Herausforderungen zusammen, denen sich Unternehmen in einer zunehmend digitalisierten Welt stellen müssen.

Neugierig geworden? Die MontuaPartner Akademie hat „Achtsame Führung“ mit dem Achtsamkeits- und Meditationstrainer Gerald Blomeyer in ihrem Seminarprogramm.

Lesen Sie auch unseren Blog zum Thema „Stress reduzieren durch erfolgreiche IK? Funktioniert.“

Copyright Aufmacherbild: Unsplash/Pascal van de Vendel

Die unerhörten Kollegen

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Es ist eine der großen Herausforderungen für die Interne Kommunikation: Wie erreiche ich die Kollegen ohne PC-Arbeitsplatz? Sie sind in der Regel physisch abgekoppelt und durch die oft gar nicht mal große Entfernung, aber eben räumliche Trennung weniger an das Geschehen in der Zentrale angebunden. Es besteht eine Distanz, die ein Miteinander, ein Wir-Gefühl und die Motivation nicht fördert. Absolut absurd, denn das Kerngeschäft des Unternehmens findet meist genau dort statt: In der Produktion, auf der Ladenfläche oder beim Kunden. So kommt es oft auch zu Unverständnis unter den Mitarbeitern, wenn der eine nicht weiß, was der andere tut und der Graben dazwischen größer und größer wird. Wie Parallelwelten können sich zwei Unternehmenskulturen entwickeln, die beide ihr Ding machen.

Senden ist nicht Erreichen

Um das zu verhindern, setzt die Interne Kommunikation meist ihre Klassiker ein: Das Schwarze Brett, gedruckte Newsletter und die Mitarbeiterzeitung. Damit diese Kanäle ihren Zweck erfüllen, braucht es aber auch immer ein funktionierendes, schnelles und verlässliches Verteilsystem. „Das hängt normalerweise die Frau Müller ans Brett und die ist seit gestern krank“, sind Sätze, die jeder IK-Verantwortliche kennt, der damit arbeitet. Und nicht jeder Mitarbeiter ist an das interne Postsystem angeschlossen oder kann täglich darauf zugreifen.

Die Ausrichtung der Medien an den Zielgruppen wird oft vernachlässigt. Computerterminals, Screens oder Tablets, die für alle nutzbar sind, funktionieren nur für einige wenige. Nicht zu vergessen: Was der Bürokollege so nebenbei fix liest, ist für den „Arbeiter“ nicht Teil seiner täglichen Arbeit und geht deshalb weniger leicht von der Hand. Darüber hinaus wäre es vermessen zu erwarten, dass Pausen damit verbracht werden, die Hausmitteilungen an einem Bildschirm aufzurufen. Die Mitarbeiterzeitung wird zwar gerne in die Hand genommen, ist aber oft sehr komplex und textlastig. Besteht eine Belegschaft aus vielen Nationalitäten, sollte die MAZ eher auf eine starke Bildsprache setzen.

Wer heute nach Lösungen sucht, um wirklich jeden zu erreichen, kommt fast automatisch auch zum Thema Mitarbeiter-App. Aber passt die immer und überall? Ja und Nein. Natürlich ist die Reichweite bei einer App sehr groß und die Akzeptanz heute deshalb so breit, weil es dem privaten Verhalten der Nutzer entspricht. 54 Millionen Deutsche ab 14 Jahren haben ein internetfähiges Mobiltelefon*, das entspricht 78 Prozent der Gesamtbevölkerung. Aber das private Device für den Job nutzen? Für viele ein Thema, vor allem, wenn das WLAN fehlt: „Die spinnen doch“. Außerdem sollten Sie zwischen dem Kollegen im Blaumann und dem im Außendienst, Vertrieb oder Verkauf unterscheiden. Die Bedürfnisse sind die gleichen – alle wollen informiert sein – aber die Arbeitsalltage unterscheiden sich. Bei einigen kommt erschwerend noch der Schichtdienst hinzu.

Herausfordernd, individuell, lösbar

Egal also, ob die Kollegen in der Produktion, im Außendienst, auf der Baustelle, im Lager, im Führerhaus oder in der Filiale arbeiten – für die IK ist es eine knifflige Aufgabe, die Mitarbeiter „draußen“ zu erreichen und sie wird nicht selten daran gemessen, ob es gelingt. Wir zeigen Ihnen ein paar Hebel, um die Kommunikation auf ein nahezu gleiches Niveau zu bringen.

  • Prüfen Sie die App-Lösung: Mit einer App können Sie Ihrer IK die Siebenmeilenstiefel verpassen, aber zunächst kostet sie Zeit und Geld. Deshalb sollten Sie sich vorab ein Stimmungsbild machen: Was sagen GF, IT, HR und Betriebsrat dazu und vor allem: die Mitarbeiter. Was ist ihnen wichtig? Was müsste eine App bieten? Was wäre ein Mehrwert? Holen Sie sich externe Hilfe für den Auswahl- und den Umsetzungsprozess, wenn das Votum positiv ausfällt.
  • Starten Sie den Dialog: Face-to-Face-Formate wie Townhalls, Stand-ups oder einfach nur regelmäßige Besuche machen ganz viel aus. Die Geschäftsleitung nimmt sich Zeit. Dieser Subtext ist so viel wertiger, als eine digitale Nachricht. Das muss gar nicht lange dauern. Einmal im Monat 30 Minuten beisammen stehen, erzählen und fragen: Das treibt uns um. Was steht an? Wie geht’s? Eine Routine, die verbindet und Halt gibt. Und nicht vergessen: Unterstützen Sie die Abwärtskommunikation mit einer Zusammenfassung des Gesagten.
  • Bieten Sie Support aktiv an: Die Führungskräfte der externen Kollegen sind deren wichtigste Informationsquelle. Gerade diese Gruppe sollte also bestens informiert sein und optimal unterstützt werden. Das kann in Form von fertigen Formulierungen geschehen, aber auch mit Hilfe eines Farbsystems, das die Inhalte kategorisiert: Vertraulich, zu kommunizieren ab / bis, mögliche Fragen, et cetera.
  • Drehen Sie den Spieß um: Bei größeren Anlässen wie der Betriebsversammlung, einem Fest oder einem Weihnachtsevent können die Bürokollegen sich auch mal auf den Weg „nach draußen“ machen. Neben der wertschätzenden Geste, entdeckt der ein oder andere vielleicht sogar sehenswertes Neuland. So kommt es nebenbei zum Austausch und zu interkultureller Verständigung.
  • Schaffen Sie ein Netzwerk: Mit einem Netz von Vertrauenspersonen am Standort können Sie viel erreichen. Zum einen verlängern Sie Ihr Ohr in die Belegschaft, zum anderen hilft es Ihnen, Informationen schnell und gezielt zu verteilen. Binden Sie diese Gruppe intensiv in relevante Prozesse ein, damit ganz selbstverständlich ein Geben und Nehmen entsteht. Auch ein redaktionelles Netzwerk ist Gold wert für die IK.

Gewerbliche Mitarbeiter tatsächlich zu erreichen, ist ein individuelles Unterfangen und hängt sehr davon ab, wie ein Unternehmen tickt. Genauso individuell wird Ihre Lösung aussehen. Lassen Sie sich nicht von Fehlversuchen entmutigen. Der Weg lohnt sich allemal und am Ziel wartet on top eine gestiegene Reputation der IK.

 

Hier ein älterer, aber immer noch relevanter Blogbeitrag zum Thema App.

Copyright Aufmacherbild: Zbysiu Rodak / Unsplash

* Quelle: Bitkom