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Echolot-Kolumne: Die MAZ und das Monopol

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Sie teilt den Ruf mit Queen Elizabeth II.: Ein wenig antiquiert zwar, aber nicht bereit abzutreten und eben auch eine Institution. Die Rede ist von der guten, alten Mitarbeiterzeitschrift, kurz MAZ genannt. Die Frage ist dennoch: Sägt nicht irgendwer (der App-Beauftragte?) oder irgendwas (die Digitalisierung?) doch an ihrem Thron?

In unserer aktuellen „Echolot“-Kolumne auf pressesprecher.com gehen wir ihrer aktuellen Daseinsberechtigung auf den Grund – und kommen zu drei wichtigen Gründen für den Erhalt ihres Monopols innerhalb der Internen Kommunikation.

Neugierig? Hier geht’s zur kompletten Kolumne. Und hier zu einem früheren Blog-Post zum Thema.

 

Guter Vorsatz für 2018: Digital fit werden!

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Die Digitalisierung ist und bleibt das zentrale Thema für Kommunikations-Experten – auch 2018. Nicht etwa, weil den IK-Abteilungen die Ideen für neue Fragestellungen ausgehen würden. Sondern, weil der digitale Wandel noch immer nicht fest genug im Arbeitsalltag der Kommunikatoren verankert ist, geschweige denn, ausreichend forciert wird. Und nicht zuletzt, weil das Thema trotz aller Präsenz noch immer bei vielen Akteuren angstbesetzt ist. Das positiv zu verändern, ist und bleibt daher wichtigste Aufgabe der Internen Kommunikation.

Berührungsängste abbauen

Die Studie zur Digital Fitness 2017 – Ist die Unternehmenskommunikation fit für die Digitalisierung? zeichnet dazu ein ebenso klares wie ernüchterndes Bild: Mehr als 50 Prozent aller befragten Kommunikations-Profis zählen demnach noch zu den „Beginnern“ oder „Followern“ – den zwei niedrigsten Kompetenz-Kategorien von insgesamt vier, die die Macher der Studie identifiziert haben. Was im Umkehrschluss bedeutet, dass weniger als die Hälfte als so genannte „Experten“ bzw. „Enabler“ einzustufen sind – eben als diejenigen, die die Digitalisierung in den Unternehmen integrieren und gezielt vorantreiben.

Dabei wäre die große Mehrheit der Befragten bei der Digitalisierung gern viel weiter. Im Schulterschluss mit den Empfehlungen der Studien-Verantwortlichen plädiert daher auch MPC-Geschäftsführerin Andrea Montua dafür, dass Kommunikationsabteilungen 2018 gezielt daran arbeiten, diese Lücke zwischen Wunsch und Wirklichkeit zu schließen, um möglichst viele Mitarbeiter in Zukunft digital fit(ter) zu machen. Und – mit erster Priorität – die Berührungsängste im Umgang mit Social Intranets, Apps oder agilen Arbeitsmethoden abzubauen, denn:

Die Digitalisierung bietet immenses Potenzial, Mitarbeiter und Führungskräfte effektiv in Unternehmensprozesse einzubinden – und sie so zu motivierten und engagierten Kollegen zu machen. Unsere Erfahrungen zeigen, dass Best-Practice-Unternehmen mit einer gelernten und akzeptierten digitalen Infrastruktur langfristig erfolgreicher sind – und die zufriedeneren Mitarbeiter haben.

Aus dieser Überzeugung leiten sich in Einklang mit den Studienergebnissen drei Handlungsempfehlungen ab.

Digitalstrategie entwickeln

Kaum jemand bezweifelt noch, dass die Digitalisierung die Rahmenbedingungen für die Interne Kommunikation grundlegend verändern wird – und doch fehlt in vielen Unternehmen eine entsprechende Strategie. Oder das Verständnis für deren Notwendigkeit. Ein grundlegendes Problem scheint dabei der oft diffuse Veränderungsbedarf zu sein: Die grundsätzliche Bereitschaft zum digitalen Wandel ist vorhanden, aber was das konkret bedeutet, können die wenigstens benennen. Und ergo auch nicht in einer fundierten Strategie festschreiben. Die Entwicklung digitaler Kompetenzen – und damit der digitalen Weiterentwicklung des gesamten Unternehmens – setzt aber eine systematische Analyse von Ist und Soll voraus. Es ist Sache der Führungsebene, diesen Prozess schleunigst anzustoßen und aus den gewonnenen Erkenntnissen zielführende Empfehlungen für die Digitalisierung der Kommunikationsstrategie abzuleiten. Nur planvoll gesteuert kann der digitale Wandel nachhaltige Vorteile für jedes Unternehmen bringen.

Digitale Eckpfeiler etablieren

Die technologische Fitness der Kommunikationsabteilungen ist gegenüber allen anderen Aspekten am geringsten ausgeprägt. Das bedeutet: Zwar nutzen gut die Hälfte der befragten Abteilungen die gängigen Kanäle wie Facebook oder Twitter – eigene digitale Plattformen hingegen kommen selten oder gar nicht zum Einsatz. Hier besteht dringend Nachrüstungsbedarf! Denn Best-Practice-Unternehmen, die Social Intranets, Apps oder agile Methoden erfolgreich implementiert haben, berichten von überdurchschnittlichem Engagement und deutlich gesteigerter Loyalität seitens ihrer Mitarbeiter. (Wie effektiv soziale Kollaborationstools sind, können Sie in früheren Blogbeiträgen hier und hier detaillierter nachlesen.) Die Dringlichkeit einer solchen Nachrüstung ist den Beteiligten der Studie durchaus klar: Unter den Projekt-Prioritäten der kommenden zwölf Monate rangiert die Einführung interner Kollaborations-Tools auf Platz 2. Auch hier ist die Führungsriege gefragt, bekräftigt Andrea Montua: „Damit solche Plattformen ins (Arbeits-)Leben finden, müssen auf höchster Ebene die notwendigen Budgets bereitgestellt werden und generell die Ressourcen auf dringliche Digitalprojekte verschoben werden.“

Qualifizierungs-Angebote schaffen

Die Krux: Viele Mitarbeiter wollen digital dazulernen, nur wenige können. Denn das entsprechende Weiterbildungsangebot der meisten Unternehmen ist übersichtlich bis schlichtweg nicht vorhanden. Wichtig wäre, hier nicht nur in Basis-Trainings zu investieren, sondern entsprechend den unterschiedlichen Kompetenz-Kategorien auch Workshops für digital bereits fortgeschrittene Mitarbeiter ins Programm aufzunehmen. Nur so kann gewährleistet werden, dass Unternehmen immer am Puls bleibe, denn gerade die Digitalisierung kennzeichnet sich durch permanenten Wandel und Weiterentwicklung. Hier – und generell in allen Fragen der Digitalisierung –  lohnt das Invest in einen Digital Manager, der das Großprojekt Digitalisierung konzeptioniert, steuert und laufend evaluiert. Denn die Erfahrung lehrt uns in allen Fachbereichen: Es ist immer von Vorteil, einen Profi ans Werk zu lassen.

Unterstützung in Sachen digitaler Weiterbildung bietet übrigens die Hamburger IK-Akademie. Beim Schwerpunkt-Seminar „Digitalisierung meets IK“ vermitteln erfahrene Referenten, wie die Kommunikatoren die Digitalisierung in Unternehmen gezielt forcieren können, wie Social Media in der IK eingesetzt wird und ganz generell die Kommunikationskompetenz mit sozialen Medien.

Sie haben Interesse an der kompletten Studie von Lauterbach Sass und PRCC? Zum Download klicken Sie einfach hier.

Copyright Aufmacherbild: Kristopher Roller, Unsplash

Digital killt analog? Besser nicht!

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Wenn die Digitalisierung unseres Arbeitslebens maßlos wird, ist gut gemeint nicht immer gleichbedeutend mit gut gelöst. Stichwort Kommunikation – warum persönlich mit dem Büronachbarn reden, wenn es Chats und Social Intranets gibt? Warum sich mit Kollegen zum Business-Talk treffen, wenn die digitale Realität von Skype und Co stets nur zwei Clicks entfernt ist? Doch spätestens hier sollte sich auch die Frage stellen: Verändert die Macht der Technik unsere Kommunikation wirklich zum Besseren…? Um es kurz zu machen: Ja. Und nein. Ein klassisches „Jein“-Dilemma – das sich bei kluger Handhabung seitens der Kommunikation aber positiv lösen lässt.

Digitalisierung hält vom Denken ab

Dass innovativ nicht immer auch zwangsläufig effektiv bedeutet, machte jüngst jedenfalls die EY-Studie „Renaissance des Analogen“ sehr deutlich: Annähernd die Hälfte aller 800 befragten Führungskräfte gab an, dass die fortschreitende Digitalisierung für sie mehr Stress als Bereicherung bedeute. Warum? Weil die permanente Erreichbarkeit sie beispielsweise vom intensiven Denken abhalte. Da werden vermeintlich produktive Tools – möglichst viel möglichst schnell parallel organisieren/abstimmen/bewerten – zum Killer für effiziente Arbeit. Und erreichen so das Gegenteil von dem, wofür sie eigentlich eingesetzt werden. Vor allem die tägliche Email-Flut hat die Studie als Produktivitäts-Hemmer Nummer 1 identifiziert: Wer im Minutentakt seinen Account auf neue Mails checkt, kann sich nicht tief genug in ein Thema versenken, um zu innovativen Lösungen zu gelangen. Die aber für den langfristigen Unternehmenserfolg unabdingbar sind. Was also tun? (Für sehr Eilige: Am Textende finden Sie 5 hilfreiche Tipps zum besseren Umgang mit digitaler Kommunikation.)

Es menschelt so schön

Die simple Antwort der Studie – und aller IK-Abteilungen, die nicht komplett der Digitalhysterie verfallen sind: Wieder mehr Analoges wagen! Denn die Kommunikationsform, die im Zuge der Digitalisierung zum Stiefkind zwischenmenschlicher Dialoge degradiert wurde, hat noch lange nicht ausgedient. Und daran wird sich so schnell auch nichts ändern.

„Aus 13 Jahren IK-Erfahrung können wir eines mit Gewissheit sagen: Nichts motiviert Mitarbeiter so sehr wie das persönliche Gespräch – ganz gleich, ob mit Vorgesetzten oder Kollegen. Digitale Kommunikationsformen können das sinnvoll ergänzen, nie aber komplett ersetzen!“

MontuaPartnerCommunications-Geschäftsführerin Andrea Montua bestätigt damit nur die Quintessenz der Studie:

„Die gute, analoge Kommunikation in Form von Meetings, Brainstormings oder Innovations-Workshops hat nicht nur für die befragte Führungsriege immense Bedeutung – ganz generell ist sie der Kitt, der Unternehmen dauerhaft zusammenhält!“

Denn der persönliche Kontakt von Angesicht zu Angesicht wird als viel wertiger, ja: wertschätzender wahrgenommen, als digitale Kommunikationsformen. Chats und Co. werden häufig einfach nebenbei abgehandelt – ein echtes Gespräch hingegen erfordert viel mehr konzentrierte Zeit und Aufmerksamkeit. Eine wichtige Erkenntnis, die im zukunftsorientierten Silicon Valley bereits zum einhelligen Grundverständnis innovativen Arbeitens zählt: Mögen die dortigen StartUps noch so digital durchkonzeptioniert sein – sie legen extremen Wert auf räumliche Nähe und den persönlichen Kontakt ihrer Mitarbeiter untereinander.

Gleichgewicht halten!

Dieses Denken sollten sich hiesige Kommunikations-Abteilungen auch zu eigen machen: Es geht nicht darum, die eine durch die andere Kommunikationsform zu ersetzen, sondern vielmehr darum, beide sinnvoll miteinander in Einklang zu bringen. Wie viel Digitales oder Analoges jedes Unternehmen letztlich braucht, ist eine sehr individuelle Entscheidung, die die Interne Kommunikation im strategischen Schulterschluss mit der Geschäftsführung entscheiden muss. Oftmals ist das eine Entwicklung, die nicht von heute auf morgen passiert und vielleicht sogar mit einer Change-Begleitung einhergehen muss. Wichtig ist nur, solche Tools und Dialogformen zu identifizieren, die zum Unternehmen und den Mitarbeitern passen – und adäquat genutzt werden. Denn kein noch so gut gemeintes Meeting macht Sinn, wenn die Teilnehmer darin keinen Mehrwert erkennen. Haben Sie den Mut, verschiedene Dialogformate auszuprobieren, selbst wenn Sie mit manchen Versuchen scheitern oder es etwas Zeit braucht, bis die Formate anerkannt und gern genutzt werden. Am Ende des Prozesses steht ein Kommunikations-Mix, der das Unternehmen nach innen und außen stärker macht.

 

5 Tipps zur besseren Balance von analog und digital

 

  • Begrenzen Sie den Check ihrer Emails auf einmal stündlich – Sie werden sich wundern, wie viel konzentrierter Sie plötzlich arbeiten
  • Strukturieren Sie Ihren Tagesablauf – planen Sie täglich festgelegte Zeiten für analoge und digitale Kommunikationsnutzung
  • Beherzigen Sie die simple Regel „Eine Sache zur Zeit“ – nichts geht schneller/besser/organisierter, wenn parallel gechattet, telefoniert, gesurft wird
  • Initiieren Sie wiederkehrend Brainstormings zur Ideenfindung – die erfolgreichsten Lösungen finden sich meist gemeinsam im Team
  • Nehmen Sie regelmäßig analoge Zusatz-Angebote wahr – Workshops, Coachings oder Hackathons sind echte Innovationstreiber

 

Copyright Aufmacherbild: Priscilla Du Preez, Unsplash