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Was wirklich zählt

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Die Reaktionen auf den plötzlichen Tod unseres Freundes und Kollegen Heiko Sulimma haben uns überwältigt. Mit der Traueranzeige hatte ich auf LinkedIn gefragt, was uns Kraft und Halt gibt. Wofür es sich lohnt, morgens aufzustehen und wofür wir am Ende jedes Tages dankbar sind. Was uns wirklich wichtig ist.

Diese Worte wurden mittlerweile von mehr als 90.000 Menschen gelesen, Hunderte haben reagiert und teilweise sehr persönliche Nachrichten geschrieben. Offenbar beschäftigt die Frage nach dem „Warum?“, nach dem Sinn unseres Lebens und unseres Tuns und nach dem passenden Moment sehr viele von uns, sie ist allgegenwärtig.

Der Moment, in dem uns ganz plötzlich bewusst wird, dass unser Dasein und Tun endlich sind, macht nachdenklich. Was wollen wir bewirken, so lange wir hier sind? Was möchten wir hinterlassen, was soll bleiben?

Meine Antwort, sowohl beruflich als auch privat, hat sich in den letzten Tagen noch einmal ganz deutlich gezeigt: Ich möchte Verbindung schaffen, ein Miteinander, ein Füreinander und das von ganzem Herzen. Im beruflichen Kontext passt vielleicht eher der Begriff „Herzblut“. Wir setzen uns hier bei MontuaPartner mit viel Herzblut dafür ein, dass Menschen miteinander reden, offen sind für Reflexion und die volle Entfaltung ihrer Potenziale. Verletzlichkeit gehört dazu – ich muss sie umarmen und zulassen, wenn ich wachsen möchte. Im Arbeitsalltag würde ich das, was daraus erwachsen kann, eine gesunde Unternehmenskultur und authentische interne Kommunikation nennen.

Im privaten Umfeld ist Verbindung eine Form von Liebe. Aufmerksam und achtsam für Familie und Freunde da zu sein, Verantwortung zu übernehmen. Zeit zu haben und Gefühle zu zeigen. Die Verletzlichkeit ist an der Stelle noch viel größer. Sie muss es sein, um echte und verlässliche Verbindungen zu schaffen und zu halten.

Danke an alle, die mir, meinen Kolleginnen und Kollegen, aber auch Heikos Familie mit ihren Kommentaren Mut und Kraft gegeben haben. Was wirklich Halt gibt im Leben, ist für mich das Gefühl, nicht allein, sondern verbunden zu sein – in diesem Fall mit Menschen, die ihr Mitgefühl, ihre Betroffenheit und Verletzlichkeit teilen.

 

Copyright Aufmacherbild: Unsplash/Clay Banks

Echolot-Kolumne: Wenn es gut werden soll

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Wenn Führungskräfte plötzlich mehr sein müssen, als Vorgesetzte, brauchen sie Unterstützer. Coachings sind ein probates Mittel, um eigene Verhaltens- und Kommunikationsmuster zu erkennen und zu verbessern. Interne Kommunikatoren können den Bedarf für Coachings aufzeigen und den Prozess unterstützen.

Lesen Sie mehr in unserer aktuellen Echolot-Kolumne auf pressesprecher.com.

Copyright Aufmacherbild: Markus Spiske / Unsplash

MPC-Podcast #3 – mit Heiko Sulimma

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Veränderungen verunsichern – wie gehen wir als Kommunikatoren damit um? Klar ist: Es braucht glaubwürdige und verbindliche Informationen, um das soziale System „Unternehmen“ am Leben zu halten. Andrea Montua steigt in der aktuellen Podcast-Folge „Auf einen Tee mit…“ Heiko Sulimma tief in das Thema Veränderungskommunikation ein. Hören Sie mal.

Interne Kommunikation, authentisch und glaubwürdig

Fortlaufende Jubelprosa mit aufgerüschten Success Stories macht blind für echte Erfolge oder wichtige Messages. Und sie ist teuer: Sie kostet Glaubwürdigkeit und Vertrauen. Ganz besonders gilt das für die Interne Kommunikation. Denn im Unternehmen gibt es immer Kollegen, die es aus eigener Erfahrung besser wissen und jede allzu steile Behauptung mühelos widerlegen können. Auf diesem Nährboden entstehen Gerüchte und schon floriert der Flurfunk.

Dabei lässt sich mit authentischer, glaubwürdiger Kommunikation viel gewinnen: Mitarbeiter nämlich, die internen Informationen, Botschaften und der eigenen Geschäftsführung vertrauen, sich mit dem Unternehmen identifizieren und als Markenbotschafter agieren.

Fünf Tipps für authentische IK online und offline

  1. Der Ton macht die Musik: Interner Umgang, Ton und gelebte Unternehmenskultur sollten sich in den Medien der IK wiederfinden. Passen Sie die Ausdrucksweise aber auch dem jeweils gewählten Kommunikationskanal an, denn die Sprache im Blog ist eine andere als in der Mitarbeiterzeitung.
  2. Echten Alltag abbilden: Statt Fotos aus Bilddatenbanken wie Fotolia zu verwenden, sollten Sie lieber so oft wie möglich im eigenen Betrieb fotografieren. Zeigen Sie Geschäftsführer und Kollegen in deren Alltag. Das schafft Nähe und Vertrauen gleichermaßen.
  3. Nicht unter den Teppich kehren: Unangenehme Wahrheiten gibt es überall. Gehen Sie proaktiv damit um. Unterstützen sie dabei, Führungskräfte in deren Rolle als interne Multiplikatoren frühzeitig zu informieren und sprachfähig zu machen, z.B. durch FAQs, einheitliche Sprachregelungen etc. Greifen sie kritische Themen in den internen Medien auf und richten Sie den Fokus auf Lösungen.
  4. Hürden gehören zum Leben: Erzählen Sie die ganze Geschichte. Wie aus Fehlern gelernt wird, welche Lösungen warum gewählt und welche verworfen wurden, das macht Ihre Story authentisch und nachvollziehbar.
  5. Verzicht auf Bullshit-Bingo: Lassen Sie sie einfach weg, all die Hohl-Phrasen, Schachtelsatz-Konstruktionen und abgenutzten Leerformeln. Im Zweifel bedeutet das auch, dass Sie bei Ihrer Recherche immer wieder nachfragen müssen. Das lohnt sich, denn so kann schließlich verstanden werden, was eigentlich gemeint ist.