Okt 19, 2015 / von G.Neujahr in News / Kommentieren

Studie zur Projektarbeit

Kontinuierlich steigt in den Unternehmen die Bedeutung von Projektarbeit, auch als Folge zunehmender Digitalisierung. Um 62 Prozent sei sie in den vergangenen drei Jahren angestiegen, besagt die gerade erschienene Studie „Von starren Prozessen zu agilen Projekten“ des Recruiting-Unternehmens Hays. Zu Bedeutung, Rahmenbedingungen und Umsetzung von Projekten im deutschen Unternehmensalltag wurden 225 Entscheider aus den Bereichen IT, Finanzwesen, Produktionsplanung sowie Forschung und Entwicklung in mittleren und größeren Unternehmen befragt.

Projektarbeit hat sich als zentrale Organisationsform etabliert, um Veränderungen flexibel und schnell voranzutreiben. So verwenden Mitarbeiter heute bereits 35 Prozent ihrer Arbeitszeit in fachbereichsübergreifenden Projekten.

Jedes sechste Projekt scheitert

Ernüchternd sind die Erkenntnisse der Studie jedoch, wenn es um Erfolge, Umsetzung und Rahmenbedingungen von Projektarbeit geht. Denn obwohl die Bedeutung von Projektarbeit deutlich wächst, scheitere jedes sechste Projekt. In der Mehrzahl deutscher Unternehmen seien bei der Umsetzung hohe Barrieren zu überwinden. Als größte Hürde erweise sich das noch immer sehr ausgeprägte Silo- und Konkurrenzdenken von Fachabteilungen (72 Prozent).

Schlechte Nachrichten für die Digitalisierung, zumal auch die Ressourcen für die mit ihr eng verknüpften Change-Maßnahmen begrenzt sind: Aus Sicht der befragten Entscheider nimmt das Kerngeschäft zu viel Zeit in Anspruch (65Prozent). Ebenfalls als fetter Malus erweise sich aus Sicht der Befragten die unrealistische Projektplanung (72 Prozent) und die Tatsache, dass wichtige Entscheidungen nicht getroffen würden (67 Prozent).

Kein Wunder also, dass Unternehmen offenbar immer häufiger auf externe Unterstützung bauen: Der Anteil externer Experten in Relation zu Festangestellten betrage in den befragten Unternehmen rund elf Prozent. Dieser Trend werde sich in den nächsten Jahren verstärken.

Die vollständigen Ergebnisse der Studie finden Sie hier.

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