Sep 19, 2017 / von Katia Kröger in Allgemein, IK, Social Media, Software / Kommentieren

App nach vorn!

Die hauseigene Kultur ist die DNA eines jeden Unternehmens und Grundvoraussetzung für langfristigen Erfolg. Aber welchen Einfluss hat die Unternehmenskultur noch angesichts eines konstanten wirtschaftlichen Wandels? Welchen Wert und Bestand hat sie in einem Umfeld, in dem Start-Ups angestammte Märkte erobern, Change-Maßnahmen zum Dauerzustand werden, Krisen keine Seltenheit mehr sind? Und welche Kulturmerkmale sind für die positive Entwicklung eines Unternehmens ausschlaggebend?

Kulturmultiplikator App

Antworten auf diese Fragen suchen diverse Studien, unter anderem von der Bertelsmann Stiftung (s. Link am Textende). Doch was diese Untersuchungen noch zu oft vernachlässigen, ist der lohnenswerte Einsatz von Apps – maßgeblich geplant und gesteuert durch die Interne Kommunikation. Denn wie kaum ein anderes Tool schaffen Apps eine Kultur der Integration, fördern Loyalität, Engagement und Produktivität. So hat deren passgenauer Einsatz auch einen immensen Einfluss auf die Kommunikationskultur. Apps bieten die Möglichkeit, starre Hierarchien und Sprachbarrieren aufzulösen und führen Top-Down-Routinen hin zur kollaborativer Kommunikation. Sie helfen nicht nur, sich mit Unternehmen und Kollegen verbunden zu fühlen. Apps verleihen Mitarbeitern auch eine Stimme, die gehört werden kann. Fakt ist: Best-Practice-Unternehmen, die Apps und Social Intranets erfolgreich integriert haben, berichten von überdurchschnittlichem Input und Engagement seitens ihrer Mitarbeiter.

Relevanz rules

Das kann Chris Apitius, Division Manager App Integration bei MontuaPartner Communications, nur bestätigen. Er begleitet Kunden beratend durch den spannenden Prozess der App-Implementierung: Welche App-Lösung ist gefragt, welche Use-Cases und Channels? Was soll das Tool bewirken und in welchem Zeitrahmen? Der Kern der App-Integration allerdings ist immer ganz klar Inhalt:

„Aktueller und relevanter Content ist das A und O!“ 

Das kann nicht nachdrücklich genug betont werden, findet Apitius. Und weiter: „Apps können ein sehr mächtiges Tool der IK sein, aber diese Kommunikationsstärke verpufft, wenn die Inhalte nicht stimmen.“ Es ist daher Aufgabe der IK, Apps auf die jeweiligen Zielgruppen abzustimmen und mit dem passenden Content zu füllen.

Ganz gleich, ob es sich dabei ums „Culture-Boarding“, dem Einarbeiten in die Unternehmenskultur, um Projektarbeit mit der Kanban-Methode oder die Analyse interner Kommunikationsmaßnahmen handelt: In zukunftsorientierten Unternehmen haben sich Apps ihre Nischen in der Organisation und vor allem in der Internen Kommunikation erobert. Doch damit aus dem Randdasein ein Platz im Rampenlicht wird, braucht es mancherorts noch mehr Innovationsfreude, Neugier und Flexibilität. Und das lohnt: „Unsere Erfahrungen zeigen, dass sich Mitarbeiter loyaler gegenüber ihrem Unternehmen verhalten, weil Apps ein Wir-Gefühl über Standorte hinweg erzeugen und dieses Zusammengehörigkeitsgefühl zu mehr Schlagkraft führt“, resümiert Chris Apitius abschließend. Es wäre doch beinahe sträflich, dieses Potenzial nicht zu nutzen.

Dieser Post bedient sich in einigen Auszügen eines früheren Blog-Beitrags von Gaby Neujahr.

Und hier geht’s zur Studie der Bertelsmann-Stiftung.

Copyright Aufmacherfoto: Aaron Burden, Unsplash

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